Geneigte Leser*innen,
auf den Fluren der Jana Cosmetic AG riecht es neuerdings nicht nach Parfüm, sondern nach… finanzieller Endzeit. Denn während andere Firmen Liquidität aufbauen, hat Jana unsere Anleihen auf 0 $ reduziert und gleichzeitig den Bargeldbestand um über 50 % auf rund 500.000 € geschrumpft. Offiziell heißt das „Kapitalstrategie“. Inoffiziell: Wir könnten theoretisch morgen pleite sein, aber wir tun so, als wäre es ein Wellnessprogramm.
Das wahre Drama: Trotz leergefegter Kassen hält Jana stur an der 5‑%‑Dividende fest.
Die Finanzabteilung hat daraufhin kollektiv versucht, sich unter den Schreibtischen zu verstecken. Leider sind die Schreibtische aus Glas.
Auf Etage 3 verkauft das Marketing inzwischen seine Whiteboards, um „Liquidität zu schaffen“. Ein Praktikant wurde erwischt, wie er das Firmenlogo auf eBay einstellen wollte. Startgebot: 12 $.
In der Finanzabteilung werden Excel‑Tabellen inzwischen mit Trigger‑Warnings versehen. Ein Controller fiel in Ohnmacht, als er die Liquiditätskurve sah. Man fächerte ihn mit alten Dividendenabrechnungen wieder wach.
Die F&E‑Abteilung schlug ein letztes neues Produkt vor: „Bankruptcy‑Glow™ – Der Teint für den letzten Eindruck“. Jana lachte. Niemand sonst.
Und die Flure? Still. Zu still. Man hört nur das nervöse Klirren der Kaffeetassen, weil niemand weiß, ob die nächste Dividendenauszahlung die Firma endgültig in die Knie zwingt.
Jana selbst schreitet durch die Etagen wie eine Königin, die beschlossen hat, dass Liquidität ein Gerücht ist. „500.000 € reichen völlig“, sagt sie. „Für was, weiß ich noch nicht, aber sie reichen.“
Ich werde weiter durch die Flure schleichen und berichten, sobald der nächste finanzielle Schönheitsfehler auftritt.
Hochachtungsvoll Mr. Cosmetic
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